Die Stierkampfarena in Malaga ist, neben der Burg, das Wahrzeichen der Stadt. In vielen spanischen Städten gibt es solche Arenen und Theater, in denen der bekannte Stierkampf aufgeführt wird. Für manche ist es nur brutal, für die anderen ein beliebter Sport. Man nennt es kunstvolles Töten der Stiere. Die Stierkampfarena in Málaga ähnelt einem Amphitheater und ist ein runder Bau. Außen sind die stufenartigen Sitzplätze für die Gäste und in der Mitte gibt es eine Bühne, auf die die Stiere gebracht werden. Den Zuschauern stehen drei Kategorien Sitzplätze zur Verfügung, ähnlich, wie in einem Theater. Zum einen gibt es Schattenplätze, die ganzzeitig kühl sind, die Sonnenplätze sind in der Hitze des Südens eher ungünstig. Einige davon haben jedoch halb Sonne, halb Schatten im Laufe des Kampfes. Manche Arenen sind überdacht, das jedoch in Málaga ist offen.
Die Arena in Málaga wurde 1874 erbaut und ist ein 16-eckiges Gebäude auf dem Platz der Malagueta. Der Architekt Joaquin Rucoba hat sich von einem bestimmten Stil inspirieren lassen, dem Neomudejar. Diese Bauweise ist eine typische Verschmelzung zweier Gestaltungsformen. 14.000 Zuschauer finden in dem Gebäude Platz. Das Stierkampfmuseum, welches sich in der Arena befindet, ist sehr sehenswert. Es heißt Museo Taurino Antonio Ordonez. Hier kann man die Traditionen der Geschichte Südspaniens nachempfinden. Ein Highlight dieses Museums sind die bestickten Anzüge der Toreros, die man dort besichtigen kann. Zum 100. Geburtstag der Arena, welcher im Jahre 1976 war, hat man es zum kunsthistorischen Monument benannt, welches eine Ehre für die Einwohner Málagas ist. Wer also seinen Urlaub in der Nähe von Málaga und Umgebung verbringt, der sollte auf einen Besuch der Stierkampfarena nicht verzichten.
Der Stierkampf ist eine der ältesten und bekanntesten Traditionen Spaniens, leider auch heutzutage noch. Viele wissen nicht, wie die Kampfstiere aufwachsen und meist wird es als ein Sport bezeichnet, die Tiere zu töten. Es ist ein Ritual in Spanien, wie es in Bulgarien den Feuertanz gibt, einen Menschen mit Speeren gegen einen Stier kämpfen zu lassen. Natürlich zieht in den meisten Fällen der arme Stier den Kürzeren. Es gibt eine tödliche Version der Kämpfe und eine nichttödliche, die jedoch auf portugiesische Vergangenheit zurückgeht und in Spanien sehr selten vollzogen wird.