von Mario V. (33 Jahre) aus Frankfurt am Main, Juni 2011
Wer es im Hochsommer nicht gerade super heiß mag und überfüllte Strände vermeiden möchte, aber dennoch Sonne & Meer genießen möchte, ist auf Madeira genau richtig. Die Atlantikinsel ist ein ganzjähriges grünes Paradies. Sie ist perfekt für ausgedehnte Bergwanderungen, eignet sich aber auch für einen entspannten Strandurlaub. Eine Woche ist schon fast zu kurz, denn auf der Insel gibt es viel zu entdecken: unzählige Wanderwege, verträumte Küstendörfer oder die schöne Hauptstadt Funchal mit vielen botanischen Gärten und Parks.
Unser Hotel
Meine Frau und ich haben uns aber für eine ruhige Woche im
Hotel Calheta Beach entschieden. Das 4*-Haus befindet sich im sonnigen Süden der Insel. Angenehme Temperaturen und viel Sonnenschein sind hier im Sommer fast immer garantiert, da die Wolken meistens hinter den gewaltigen Bergspitzen hängen bleiben.
Das Hotel liegt sehr ruhig, direkt an einem künstlich angelegten Sandstrand - einem der wenigen auf Madeira. Nach Funchal sind es über die gut ausgebaute Schnellstraße mit vielen Tunneln etwa 30 Autominuten, zum Flughafen etwas mehr. Das besondere an dem Hotel ist die schöne und ruhige Lage direkt am Atlantik.
Der Ort Calheta
Der Ort Calheta hat außer einem Yachthafen und einigen kleinen Restaurants und Cafés nicht viel zu bieten, ist jedoch ideal als Ausgangspunkt für Wandertouren und Ausflüge ins Landesinnere. Zudem werden im Yachthafen unterschiedliche Bootstouren angeboten - z.B. Sportfishing und Dolphin Watching. Letzteres haben wir auch gemacht - aber man muss schon viel Glück haben um die Tiere auch zu sehen zu bekommen. Ansonsten genießt man einen schönen Ausflug mit vielen Infos und herrlichem Blick auf die Insel. Empfehlenswert ist der Anbieter
www.lobosonda.com mit deutscher Führung, Fahrten meistens zweimal täglich direkt aus dem Yachthafen.
Das Landesinnere
Im Landesinneren laden zahlreiche Wanderwege entlang der Levadas (künstliche Wasserläufe) zu ausgedehnten Wandertouren. Wir haben uns aber für eine etwas weniger „anstrengende" Autotour entschieden. Diese führte uns über die bis zu 1.500m hohe Hochebene Paúl da Serra. Die Landschaft erinnerte uns eher an Irland und Schottland - und die Temperaturen auch: aus den angenehmen 25 Grad der Küste werden nach ein, zwei Tunneln gerade noch 10 bis 15 Grad. Die gut ausgebaute Straße führt an schönen Aussichtspunkten vorbei, empfehlenswert ist der Besuch der Lavahöhlen von Sao Vicente im Norden der Insel.
FunchalAuf dem Weg nach Funchal sollte man den Besuch von Cabo Girao nicht verpassen - mit 580m Höhe die zweithöchste Steilklippe der Welt.
In der Hauptstadt laden unzählige Cafés und Resturants in kleinen Gassen zu einem entspannten Nachmittag ein. Auf dem großen bunten Blumenmarkt wird einem klar warum Madeira auch als „Blumeninsel" beworben wird.
Im Vergleich zur Ruhe in unserem Urlaubsort war die Stadt jedoch laut und ziemlich touristisch überlaufen. Ein Abstecher in einen der zahlreichen Parks oder botanischen Gärten (z.B. mit der Seilbahn nach Monte) bringt wieder Entspannung.
Eine typische Pauschalreise war unsere nicht, denn Madeira soll man unbedingt auf eigene Faust entdecken. Ohne Mietwagen geht das nicht, deshalb ist Hoteltransfer nicht notwendig. Der Flughafen ist sehr übersichtlich und mit direkter Reservierung in Deutschland bekommt man Mittelklassewagen für weniger als 200 EUR/Woche.
Das Hotel Calheta Beach ist für Ruhesuchende ideal. Die Lage ist nahezu perfekt, Service & Gastronomie auf hohem Niveau und das Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar.
Wer mehr Trubel braucht ist auf der „Hotelmeile" direkt in Funchal richtig. Vier- und Fünfsterne-Tempel sind hier eng einander gereiht - hier wird´s keinem langweilig.