Wir sind von Frankfurt aus mit Qatar Airways über Doha nach Kuala Lumpur geflogen. Der Flug mit Qatar war aufgrund des eigenen Fernsehers mit schätzungsweise 100 verschiedenen Filmen, Spielen, Musik etc. sehr angenehm. Für den Flug haben wir weniger als 700 € gezahlt. In Kuala Lumpur angekommen, haben wir umgerechnet 25 € für ein Taxi in die Stadt gezahlt (45 Minuten). Mit dem Zug in die Stadt zu fahren ist nicht günstiger.
Übernachtet haben wir im Hotel Renaissance mit Blick auf die Petronas Towers. Mit dem Hotel waren wir sehr zufrieden. In einem der oberen Stockwerke konnten wir kostenfrei ins Internet gehen und Kaffee/Tee am Automaten ziehen. Frühstück hatten wir nicht gebucht. In Kuala Lumpur gibt es nicht wahnsinnig viel zu sehen: Petronas Towers, die 10-stöckige Shopping Mall Times Square, verschiedene malaysische Einkaufszentren, den China Market, Central Market und den Indian Market. Keine der Sehenswürdigkeiten haben uns vom Hocker gerissen. Kuala Lumpur als Stadt fanden wir generell nicht sehr sehenswert, sodass ein Tag Aufenthalt genügt hätte.
Hinweis: Die Aussichtsplattform der Petronas Towers hat montags geschlossen. An allen anderen Tagen sollte man um 7:30 Uhr morgens dort sein, um sich eine Eintrittskarte zu sichern. Denn es wird nur eine gewisse Anzahl an Eintrittskarten pro Tag verkauft.
Sanur, Bali (3 Tage)
Von Kuala Lumpur aus sind wir mit Air Asia weiter nach Bali geflogen. Achtung: Lassen Sie sich auf Bali außerhalb des Flughafengebäudes nicht von den unzähligen Taxifahrern anquatschen. Sie finden außen am Flughafengebäude einen offiziellen Taxi-Ticket-Schalter zu günstigen Preisen. Unser erster Stopp war in Sanur. Für diese Strecke vom Flughafen nach Sanur haben wir 95.000 Rupiah gezahlt. Unser Hotel Respati lag direkt am Strand und hat uns sehr gut gefallen. Die Bungalows waren sehr geräumig und sauber, die Gartenanlage war sehr schön und das Frühstück umfangreich und lecker. Der Pool war sehr klein, aber wir wollten eh am Strand liegen. Als wir an der Strandpromenade entlang liefen, wurden wir von Massagenfrauen und Restaurantinhabern „belästigt". Das war nervig, ist aber überall auf Bali so.
Ausflug nach Uluwato zum Kecak Tanz An einem Abend sind wir mit einem Touristenfahrer (er hatte uns am Strand angesprochen) nach Uluwato zum Kecak Tanz gefahren. Der Kecak Tanz ist ein balinesisches Tanzdrama, wo Männer die ganze Zeit „Kecak Kecak Cak-a-Cak" rufen und mit den Armen beschwörende Bewegungen ausführen. Die Aufführung bei Sonnenuntergang war die ersten 10 Minuten unterhaltsam, dann aber eher nervig. Nun gut, dass gehört zum Kulturprogramm dazu.
Abendessen in Jimbaran Mit dem öffentlichen Taxi sind wir nach Jimbaran gefahren und haben dort leckeren Seafood am Strand gegessen. Ein Restaurant neben dem anderen ziert den weiten Sandstrand. Eigentlich sind alle Restaurants gleich: Alle bieten frischen Seafood an, den wir uns aus Aquarien aussuchten und dann nach eigenen Vorstellungen zubereitet bekamen. Die Kulisse am Strand bei Kerzenschein war traumhaft. Die Preise waren für balinesische Verhältnisse hoch, aber für deutsche Verhältnisse wiederum normal. Das Essen an sich war okay, jedoch nicht außergewöhnlich.
Ubud, Bali (2 Tage)
Wir hatten wieder unseren persönlichen Fahrer, der uns von Sanur aus nach Ubud gefahren hat. Wir haben nicht den direkten Weg genommen, sondern Halte beim Baron Tanz, an einer Kaffeeplantage, dem Gunung Kawi Tempel und dem Vulkan Batur gemacht. Den Baron Tanz fanden wir langweilig, aber das ist halt Kultur. Die Kaffeeplantage kostet keinen Eintritt und wir bekamen 6 verschiedene Kaffee-/Teesorten zum Probieren. Die Erwartung war, dass wir im Anschluss in deren Shop etwas kaufen. Auch den teuersten Kaffee der Welt, den Luwak Kaffee, haben wir dort für 4-5 € pro Tasse getrunken. Der Luwak Kaffee wird aus von Katzen wieder ausgeschiedenen Kaffeebohnen zubereitet. Der Gunung Kawi Tempel und der Vulkan Batur waren sehenswert. Am Vulkan bringen die Fahrer einen in ein Restaurant mit Buffet und wunderschönem Ausblick auf dem Vulkan Batur und den See. Das Essen ist für balinesi sche Verhältnisse teuer, es schmeckt aber gut.
In Ubud selbst waren wir im Affenwald und haben eine Rafting Tour für 30 € pro Person gemacht. Beides kann ich nur empfehlen.
Übernachtet haben wir im Hotel Bliss Spa. Die Zimmer waren schön und das Personal sehr freundlich. Wir bekamen unser Frühstück auf der Terrasse serviert mit Blick auf die Reisterrassen. Das war wunderschön. Allerdings sind wir zu Fuß eine gute halbe Stunde nach Ubud Stadt gelaufen. Hier ist aufgrund der dunklen und unebenen Bürgersteige ein Taxi besser.
Senggigi, Lombok (5 Tage)
Ein Fahrer des Unternehmens Ocean Star holte uns in Ubud ab und brachte uns zum Hafen Padang Bai. Von da aus ging es mit dem Schnellboot nach Lombok. Der Preis (auch hier ist Handeln möglich) i.H.v. 750.000 Rupiah/Person beinhaltete das Speed Boat von Bali nach Lombok, von Gili Trawangan zurück nach Bali und den Transfer auf Bali vom/zum Hotel. Als wir am Hafen Lomboks ankamen, war nur ein „privates" Taxi zu sehen. Die verlangen Wucherpreise. Billiger sind die Blue Bird Taxen, die mit Taxometer fahren. Diese kann man telefonisch ordern (+62 370 627000). Unser Hotel hieß Sunset House und lag 10 Minuten südlich des Orts Senggigi. Die Anlage war sehr schön und das Frühstück war auch vollkommen in Ordnung. Allerdings waren die Handtücher dreckig. Es waren immer Flecken drauf. Der Strand war dunkel, aber sandig. Der Wellengang war abends ziemlich heftig, sodass wir viel Spaß hatten uns von den Wellen an den Strand spülen zu lassen. Auf Lombok selbst haben wir nicht viel gesehen. Abends sind wir immer nach Senggigi rein gelaufen, um dort zu essen.
Gili Trawangan (5 Tage)
Mit einem Blue Bird Taxi sind wir für 70.000 Rupiah pro Taxi zum Hafen Bengsal gefahren, um von da aus mit einem Public Boat für 10.000 Rupiah pro Person nach Gili Trawangan zu fahren. In Senggigi und im Hotel verkaufen Anbieter die Fahrt zum Hafen inkl. Fähre nach Gili Trawangan pro Person für 75.000 Rupiah, das ist in Summe teurer. Da wir zu zweit im Taxi saßen, haben wir insgesamt nur 45.000 Rupiah pro Person gezahlt. Außerdem wird einem erzählt, dass es mit der Public Fähre kompliziert sei und dass man evtl. lange warten müsste bis die Fähre voll sei. Die Public Fähre fährt nämlich nur, wenn 20 Personen zusammen gekommen sind. Wir sind vormittags zum Hafen gefahren und nach 5 Minuten ging es schon los. Also alles kein Problem. Und die Überfahrt in dem kleinen Boot ist mit Sicherheit ein Erlebnis. Achso, keine Angst, das Boot kippt nicht um. Wichtig: Lassen Sie sich im Hafen von Bangsal nicht von den Einheimischen vollquatschen. Die wollen Ihnen nur gefälschte Tickets für die Fähre andrehen. Kaufen Sie Ihr Ticket nur am offiziellen Schalter kurz vorm Strand (Holzhütte). Auf Gili Trawangan haben wir in süßen kleinen Strohhütten im Norden übernachtet, Locanda75 für 50 € pro Bungalow pro Nacht. Der Preis war für die Inseln nicht sehr günstig. Der Service, das Frühstück und der Strand waren nicht außergewöhnlich. Wir mussten Bescheid sagen, dass unsere Zimmer sauber gemacht werden sollen. Von alleine hätten sie die Handtücher nicht gewechselt. Ferner ist uns dort beim Frühstück die kleinste Rührei-Portion begegnet, die wir je in unserem Leben gesehen haben. Die Angestellten konnten kein gutes Englisch, waren aber sehr freundlich und stets bemüht. Geschockt hat uns, dass sie nachts im Essbereich auf Stühlen im Freien schliefen. Die Besitzer Massimo und Dona haben das Hotel von Januar bis Juli aufgebaut und zum September verkauft. Das erklärt die Lieblosigkeit des Hotels. Die acht kleinen Hütten haben echt Potenzial und der künftige Besitzer (ein Belgier) wird sicherlich mehr aus der Anlage machen.
Gili Trawangan ist sehr schön. Die Farben des Meeres sind unglaublich beeindruckend. Ab 14 Uhr ist allerdings Ebbe und man kann nur noch im Osten der Insel sehr gut baden. Generell sind Badeschuhe nicht schlecht, da viele Korallenstücke das Laufen im Wasser schmerzhaft machen. Wir haben ca. 1,5 Stunden gebraucht, um die Insel zu Fuß zu umrunden.
Nusa Dua, Bali (3 Tage)
Von Gili Trawangan aus sind wir wieder nach Bali gefahren und haben dort die letzten Tage in der Touristenhochburg Nusa Dua verbracht. Der Ort ist in Sicherheitsverwahrung und abgeschottet von der balinesischen Außenwelt. Ich denke, es ist zu schade so eine weite Reise auf sich zu nehmen und dann gar nichts von der Kultur mitzubekommen. Für drei Tage war es in Ordnung, aber zwei Wochen würde ich da nicht verbringen wollen. Der Strand ist breit und sehr schön! Übernachtet haben wir im Hotel Inna Putri. Das Hotel wurde 1985 erbaut und seit dem offensichtlich nicht renoviert. Das Personal ist die Unfreundlichkeit in Person und das Frühstück eine Massenabfertigung. Die Internetnutzung kostet 5 € pro Stunde (60.000 Rupiah). Nach 5 Minuten Gehweg erreicht man den Shopping Komplex Bali Connection. Dort sind viele Restaurants und Shops angesiedelt. Mich hat es an ein amerikanisches Outlet erinnert. Ob man das im Baliurlaub braucht...?
Kuala Lumpur (1 Tag)
Von Bali nach Kuala Lumpur sind wir wieder mit Air Asia geflogen. In Kuala Lumpur haben wir noch eine Nacht im Flughafenhotel Pan Pacific übernachtet. Dieses Hotel kann ich sehr empfehlen. Am nächsten Tag flogen wir mit Qatar über Doha zurück nach Frankfurt.