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Das kleine Kreuzfahrten ABC
Äquatortaufe
Wenn Sie das erste Mal mit einem Schiff den Äquator überqueren, können Sie sich der Äquatortaufe unterziehen. Dazu kommt Neptun persönlich mit seinem Gefolge an Bord. Die Äquatortaufe ist eine gesellige Veranstaltung, meist erhält man dazu noch ein Taufzeugnis.
Achtern
Achtern ist der hintere Teil eines Schiffes.
Anker lichten
Der Anker wird gelichtet, wenn das Schiff zum Abfahren bereit ist. Er wird dann mit der Ankerwinsch hochgezogen.
Ankern
Liegt ein Schiff auf Reede, wird der (bzw. werden die) Anker in den Grund gelassen. Anker können mehrere Tonnen schwer sein. Durch das Ankern wird verhindert, dass das Schiff abtreibt.
Auslaufen
Ein Schiff läuft aus, wenn es den Hafen verlässt.
Backbord
ist die linke Seite eines Schiffs in Fahrtrichtung.
Beidrehen
Wird die Geschwindigkeit herabgesetzt wird und der Kurs geändert, dreht das Schiff bei.
Blauer Peter
Der Blaue Peter ist ein Wimpel, der am Tag des Auslaufens am Mast gehisst wird.
Blinder Passagier
ist jemand, der sich ohne gültigen Passagefahrschein an Bord schmuggelt.
Boarding Pass
gilt als Ersatz für den Reisepass und ist beim Betreten des Schiffes (z.B. nach Landausflügen) vorzuzeigen.
Bordfotograf
An Bord der meisten großen Kreuzfahrtschiffe befindet sich ein Fotograf, der die Passagiere wärend der Kreuzfahrt fotografiert. Oftmals werden die Fotos wenige Stunden nach dem Entstehen bereits ausgestellt und den Passagieren zum Kauf angeboten.
Brücke
Die Brücke ist sozusagen der Befehlsstand des Schiffes. Von der Brücke aus wird das Schiff im 4-Stunden-Wechsel vom Nautischen Offizier geführt. Hier befinden sich auch die technischen Einrichtungen und Steuerung des Schiffes (Navigation, Echolot, Radar etc.).
Brückennock
ist ein offenes Deck, das Steuerbord und Backbord über den Aufbau hinaus bis an die maximale Breite des Schiffes ragt. Es dient der Übersicht beim Rangieren und bei Manövern.
BRT

ist die Abkürzung für Bruttoregistertonne. Veraltete Maßeinheit für die Größe eines Schiffes . Die Bruttoregistertonne beschreibt den Rauminhalt eines Schiffes. Der Ausdruck Tonne entstand zu einer Zeit, als Schiffe nach der Anzahl der „Tonnen“, der Fässer, die sie transportieren konnten, vermessen wurden. Anhand der BRT wurden und werden Abgaben bemessen. Eine BRT entspricht 100 englischen Kubikfuß und 2,831 Kubikmetern. Je größer die Bruttoregistertonnenzahl eines Schiffes, desto größer ist das Schiff.
BRT umfassten das ganze Schiff, also

  • zwischen Vermessungs- und Oberdeck,
  • unter dem Vermessungsdeck (Unterdeckraumgehalt),
  • Inhalt der Luken über Deck,
  • Inhalt der Aufbauten.

BRT wurden ersetzt durch die dimensionslose Bruttoraumzahl (BRZ). Nach der BRZ berechnen sich die tonnage dues, die Gebühren für Hafennutzung (Hafenabgaben), Kanal- oder Schleusendurchfahrt und Lotsen.
Captain's Dinner
auch Kapitänsdinner. Ein Abendessen unter Anwesenheit des Kapitäns, ein Höhepunkt einer Kreuzfahrt, es wird formelle Kleidung erwartet.
Chefsteward
Leitender Mitarbeiter an Bord und verantwortlich für die Stewards und Stewardessen. Der Chefsteward ist erster Ansprechpartner für Wünsche und Beschwerden der Passagiere, er platziert die Gäste in den Restaurants und sorgt für einen reibungslosen Serviceablauf.
Chief Mate
ist ein leitender Mitarbeiter an Bord und verantwortlich für die Stewards und Stewardessen. Der Chefsteward ist erster Ansprechpartner für Wünsche und Beschwerden der Passagiere, er platziert die Gäste in den Restaurants und sorgt für einen reibungslosen Serviceablauf.
Cruise Director
ist der Kreuzfahrtdirektor. Er ist für die Unterhaltung an Bord zuständig, organisiert die Landausflüge und sorgt für deren reibungslosen Ablauf.
Deck
bezeichnet die Stockwerke bzw. Etagen eines Schiffs.
Deckplan
zeigt den Grundriss der Decks eines Schiffs und die Lage der unterschiedlichen Einrichtungen (z.B. Restaurants) und Kabinen.
Dippen
bezeichnet das seemännische Grüßen von einem Schiff zu einem anderen, wobei die Flagge halb niedergeholt wird.
Doppelkabine
Kabinen für zwei Personen unterteilt man in Doppelkabinen und Zweibettkabinen. Bei Doppelkabinen sind die Betten übereinander angebracht, bei Zweibett-Kabinen auf einer Ebene (i. d. R. nebeneinander).
Dwars
heißt querab, also quer zur Kielrichtung.
Dwarslöper
Ein Dwarslöper ist ein quer zum eigenen Kurs laufendes Schiff.
Echolot
Mit dem Echolot wird mittels Ultraschall die Meerestiefe gemessen.
Einschiffen
muss man, um eine Kreuzfahrt anzutreten.
Eisklasse
Die Eisklasse beschreibt den Sicherheitsstandard eines Schiffs, um arktische und antarktische Gewässer zu befahren. Mit höherer Eisklasse ist die Stahlbordwand stärker. Insbesondere bei Expeditionsschiffen.
Etmal
ist das mittelhochdeutsche Wort für wiederkehrende Periode. Beschreibt die Strecke, die von einem Schiff von Mittag zum nächsten Mittag zurückgelegt wird. Das Etmal wird im Logbuch des Schiffes festgehalten.
Excursion Manager
ist verantwortlich für die Landausflüge, oft personengleich mit dem Kreuzfahrtdirektor (Cruise-Director).
Faden
ist in der Seefahrt ein gebräuchliches Maß, entspricht 1,83 m.
Fallrepp
An die Bordwand gehängte, schräge Treppe.
Feuerschiff
Ein Feuerschiff liegt an einer bestimmten Position vor Anker, um mit seinem Leuchtfeuer als Navigationshilfe zu dienen. Das Feuerschiff ist bemannt oder auch unbemannt. Oft ist es auch die erste Seelotsenstation für einlaufende Schiffe.
Freihafen
ist ein besonderes Areal eines Hafens innerhalb eines Landes, in dem zunächst keine Steuern und Zölle erhoben werden. Der Freihafen dient der Weiterverarbeitung, Lagerung und Veredelung importierter Waren. Er ist durch Grenzzäune geschützt und hat Durchlässe mit Zollabfertigung. Durch Einbringen der Waren in das Land werden dann die Steuern und Zölle fällig.
Gangway
Zugangsbrücke oder Zugangstreppe zum Betreten und Verlassen des Schiffes. Gangways sind meist fester Bestandteil eines Schiffes und können aus dem Schiff herausgeschoben werden.
Glasen
Alle halbe Stunde wird durch die Schiffsglocke die Zeit bekannt gegeben. So dauert z.B. eine Wache auf der Brücke vier Stunden, also acht Glasen.
Hafengebühr
Nachdem das Schiff einen Hafen erreicht hat, ist eine Hafengebühr fällig, die sich nach der Größe des Schiffes bemisst (siehe auch BRT/BRM). Jeder Hafen hat seine eigene Gebührenstruktur. Die Hafengebühren sind praktisch immer bereits im Preis der Kreuzfahrt enthalten.
Heck
Der hintere Teil eines Schiffes (`Achtern`) wird als Heck bezeichnet.
Hostess
ist zuständig für Gästebetreuung, Zusammenbringen von Gästen etc.
Kabine
Die Kabine ist Ihr `Hotelzimmer` an Bord. Es gibt Innenkabinen ohne Fenster/Bullauge und Außenkabinen, die mindestens ein Bullauge haben. Außenkabinen gibt es auch als Balkonkabinen, bei denen Sie einen kleinen eigenen Balkon vor der Kabine haben und Suiten, die über mindestens einen optisch abgetrennten Wohnbereich, z.B. einen eigenen Wohnsalon, verfügen. Kabinen mit zwei Unterbetten (nicht zwingend nebeneinander) werden als Zweibett-Kabinen bezeichnet, im Gegensatz dazu die Doppelkabinen, die ein Oberbett und ein Unterbett haben.
Kai
ist ein durch Mauern befestigter Uferdamm in Häfen oder an Flussufern zum Laden oder Löschen von Schiffsladungen. Die Kaimauer ist eine lotrechte Mauer in massiver Bauweise, die Uferkräne oder gestapelte Ladung tragen kann.
Klabautemann
kommt von klabastern, `polternd und lärmend umhergehen`. Seemännischer Aberglaube, es handelt sich um einen Schiffsgeist, der den Kapitän vor Gefahren warnt. Der Begriff kommt aus der Segelschifffahrt. Der Klabautermann treibt auch gerne Schabernack an Bord.
Knoten
Geschwindigkeitsmaß in der Seefahrt (aber auch Luftfahrt). Knoten basieren auf der Nautischen Meile. Ein Knoten entspricht einer Seemeile pro Stunde, also 1,852 km/h. Abkürzung: kn (deutsch), kts (englisch).
Koje
ist das Bett in der Kabine.
Kombüse
ist die Küche auf dem Schiff. Auf Yachten heißt die Küche an Bord auch Pantry. Der Küchenchef wurde als Smut oder auch Smutje bezeichnet. Die Helfer des Smutje waren die Backschafter. Heute wird der Küchenchef ganz klassisch `Koch´ genannt.
Krängen
oder (Krängung) meint die Neigung des Schiffs zur Seite. Krängen wird z.B. verursacht durch Winddruck, Seegang, Verrutschen von Ladung. Auf heutigen Kreuzfahrtschiffen sorgen Stabilisatoren dafür, das die Krängung ausgeglichen wird.
Kurs
Nach Verlassen des Hafens oder der Reede nimmt das Schiff die Fahrtrichtung zu seinem Ziel auf. Dies wird als `Kurs aufnehmen` bezeichnet.
Löschen
Entladen eines Schiffes im Zielhafen.
Landausflüge
Vor Ihrer Kreuzfahrt erhalten Sie Unterlagen mit den angebotenen Landausflügen. Einige Landausflüge müssen aus organisatorischen Gründen im Voraus gebucht werden (z.B. Visabeschaffung). Die meisten Landausflüge können an Bord gebucht werden. Auf größeren Schiffen werden in einem Hafen oft mehrere Landausflüge angeboten, so dass Ihren Interessen Rechnung getragen werden kann.
Leck
Ein Loch im Schiff, durch das Flüssigkeiten oder Gase unerwünscht eindringen. Durch ein Leck kann Wasser eindringen und damit die Stabilität des Schiffes beeinträchtigen.
Lenzen
ist das Entfernen (Abpumpen) von Wasser, das insbesondere durch ein Leck eingedrungen ist. Hierzu werden Lenzpumpen benötigt.
Log
Das Log (englisch für Holzklotz) ist ein Messgerät zur Bestimmung der Fahrgeschwindigkeit. Es zeigt die im Wasser zurückgelegte Strecke (siehe Etmal) oder die Geschwindigkeit an.
Logbuch
Das Logbuch gilt als Nachweis für die Vorgänge und Ereignisse an Bord (ähnlich einem Tagebuch). Der Begriff kommt von dem Messgerät Log. Die Anzeigen am Log wurden früher in gleichmäßigen Zeitabständen abgelesen, um die Distanz von der Startposition zu bestimmen.
Lot
ist ein Gerät zur Tiefenmessung. Vom einfachen Kordellot mit einem Senkblei bis hin zum in der Kreuzfahrt benutzen Echolot, das über Ultraschall die Tiefe zum Meeresboden erkundet.
Lotse
Ein Lotse ist ein Nautiker mit großer praktischer Erfahrung, der dem Kapitän als Berater dient, um z.B. Untiefen zu umschiffen. Hafenlotsen beraten bei der Navigation im Hafen. Einige Häfen haben Lotsenpflicht.
Lounge
ist ein Gesellschaftsraum auf einem Kreuzfahrtschiff.
Luk
meint Luke: verschließbare Öffnung im Schiff. Größere Öffnungen sind Ladeluken, kleinere Niedergangsluken. Eine Luke ist mit einer Umrandung, dem Süll (Lukensüll) versehen.
Luv und Lee
Luv und Lee sind Begriffe aus der Seemannssprache. Lee bedeutet die dem Wind abgewandte Seite, Luv die dem Wind zugewandte Seite des Schiffs.
Marina
Bezeichnung für einen Yachthafen. Anlegestellen, Liegeplätze und Einrichtungen der Marina gehören zur Infrastruktur der Freizeitschifffahrt.
Maritim
kommt vom lateinischen maritimus, `zum Meer gehörig´. Als Maritim wird praktische alles bezeichnet, was mit den Themen Seefahrt, Schifffahrt, Marine und Wassersport zu tun hat.
Mayday
ist der internationale Hilferuf im Sprechfunk.
Mittschiffs
Die Region des Schiffs, die auf der Hälfte der Strecke zwischen Bug und Heck liegt, also der mittlere Teil des Schiffs. Kabinen, die mittschiffs liegen sind beliebt bei erfahrenen Passagieren, da sie bei Seegang am ruhigsten sind.
MS
Bezeichnung für Schiffe, die durch Dieselmotoren angetrieben werden. MS = Motorschiff ist sehr oft dem Schiffsnamen vorgestellt (z.B. MS Deutschland). Der Gegensatz zum Motorschiff ist das Turbinenschiff (TS).
Musterstation
ist der Ort an Bord, an dem Sie sich im Notfall einfinden sollen, um das Rettungsboot zu besteigen. Bei der Seenot-Rettungsübung, die in den ersten 24 Stunden an Bord nach internationalem Recht vorgeschrieben ist, finden Sie sich dort mit Ihrer Schwimmweste ein. Die Nummer der Musterstation ist in der Kabine ausgehängt.
Navigation

Die Navigation ist die Steuermannskunst auf See, zu Land und in der Luft. Zur Navigation gehören:

  • Bestimmen der geographischen Position
  • Erkunden und Bestimmen des besten Weges zum Ziel
  • Bestimmen und Halten des optimalen Kurses

Früher wurden vor allem Seekarten, Sextanten, Kompasse und Uhren zur Navigation benutzt, heute erfolgen viele Berechnungen mit satellitengestützten GPS-Anlagen und Computern.
Neptun
ist der römische Gott der fließenden Gewässer, wurde später dem griechischen Poseidon gleichgesetzt und damit auch Gott der Meere. In der christlichen Seefahrt kommt Neptun bei der Äquatortaufe an Bord.
Pier
ist eine an der Küste gelegene, ins Wasser hineinragende Anlagestelle. Hier legt das Schiff an, um be- und entladen zu werden. Piers sind identisch mit dem Kai.
Polartaufe
Ähnlich der Äquatortaufe wird beim ersten Überqueren des Polarkreises eine Polartaufe abgehalten. Hierzu kommen die Götter Ägit und Ran nebst Gefolge an Bord, um die Passagiere bei einem Ritual zu ihrem Hofstaat zu erklären (freiwillig). Wer auf einem Passagierschiff den Polarkreis bei Nordlandreisen zum ersten Male überquert, wird in einer Feier von den örtlichen Göttern Ägir und Ran zu Mitgliedern des Hofstaates ernannt (freiwillig für die Passagiere). Das Gegenteil ist die Äquatortaufe.
Propeller
Bezeichnung für die Schiffsschraube. Die Drehung treibt das Schiff an.
Radiostation
Nach internationalem Seereecht muss jedes Schiff auf See eine 24 Stunden besetzte Funkstation, die `Radiostation` haben. Chef der Radiostation ist der erste Funkoffizier.
Reede
Sofern nach dem Einlaufen in einen Hafen nicht an einem Pier festgemacht wird, sondern im freien Wasser geankert wird, bezeichnet man dies als ´auf Reede liegen´. Mittels Tenderboot wird zwischen Schiff und Hafen verlehrt (tendern = ausbooten).
Rudergänger
Der Rudergänger ist ein Seemann, der nach auf Anweisungen des nautischen Offiziers (Steuermann) das Schiff steuert. Der versierteste Rudergänger wird auch als Gefechtsrudergänger bezeichnet (z.B. bei Hafenmanövern oder Ankermanövern).
Rufzeichen
Das Rufzeichen dient der Identifikation einer Funkstation. Es besteht aus einer Folge von Buchstaben und Ziffern, die nach einem bestimmten Schema gebildet werden.
Sailing Time
An einem Aushang an der Gangway wird die Abfahrtszeit des Schiffes und auch die späteste Rückkehr an Bord angegeben.
Schlingern
können Schiffe bei starkem Wind oder Seegang. Es bezeichnet die Bewegung des Schiffs um alle drei Achsen, eine Kombination aus Rollen, Gieren und Stampfen.
Schotten
sind feuerfeste, wasserdichte Stahltrennwände.
Schwesterschiff
Bei gleicher Bauart eines Schiffes handelt es sich um das Schwesterschiff.
Schwimmweste
Eine Rettungsweste, die eine im Wasser liegende Person in die Rückenlage dreht und den Kopf über Wasser hält, um die Atemwege freizuhalten. Die Schwimmweste schafft dies auch bei bewusstlosen Personen.
Seegang

Bezeichnung für verstärkten Wellengang. Unregelmäßige Bewegung der Wasseroberfläche. Seegangsstärken:

  • 0: glatte See
  • 1: ruhige See
  • 2: schwach bewegt
  • 3: leicht bewegt
  • 4: mäßig bewegt
  • 5: grobe See
  • 6: sehr grobe See
  • 7: hohe See
  • 8: sehr hohe See
  • 9: außergewöhnlich schwere See
Seekrankheit
Auch Reisekrankheit oder Kinetose genannt. Symptome sind Müdigkeit, Erbrechen, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerz. Die Krankheit tritt bei Fortbewegung, insbesondere auf Schiffen auf. Nach zwei bis drei Tagen verschwinden die Symptome meistens von alleine, es gibt jedoch auch sehr gute Medikamente, die der Seekrankheit vorbeugen. Ihr Arzt wird Sie beraten.
Seemannsgarn
Erzählung der Seeleute über deren angebliche und tatsächliche Erlebnisse. Der Wahrheit wird durch Zudichtung nachgeholfen, so dass aus einer Makrele schon mal ein gefährlicher Hai wird.
Seemeile
Die Seemeile oder nautische Meile ist ein Längenmaß der See- und Luftfahrt. Eine Seemeile entspricht 1,85201 Lm.
Seenot-Rettungsübung
Die Seenot-Rettungsübung ist nach internationalem Recht vorgeschrieben und hat in den ersten 24 Stunden nach Einschiffung stattzufinden. Hierbei werden die Passagiere darüber informiert, wie die Schwimmwesten anzulegen sind und welche Musterstation im Notfall zuständig ist. Die Teilnahme ist verpflichtend.
Sextant
ist ein optisches Messinstrument, mit dem der Winkel zwischen Blickrichtungen zum Horizont oder weit entfernten Objekten bestimmt werden kann. Der Sextant dient der nautischen Navigation.
Shuffle-Board
ist ein Spiel auf Deck. Holzscheiben werden hierbei auf ein markiertes Feld geschoben. Wird auf sehr vielen Schiffen üblicherweise gespielt.
SOS
Internationales Notrufzeichen für in Seenot geratene Schiffe. SOS ist leicht im Morsecode zu erkennen (drei kurz, drei lang, drei kurz). Später wurde die Bedeutung `Save our Souls` hineininterpretiert. Analog wird im Funkverkehr der Begriff `Mayday` als Notruf verwendet.
Stabilisatoren
Stabilisatoren werden bei praktisch allen modernen Passagierschiffen eingesetzt. Die Stabilisatorflossen reduzieren die Rollbewegungen und das Schlingern bei schwerem Seegang erheblich, so dass das Schiff auch bei rauer See relativ ruhig im Wasser liegt. Die Stabilisatoren werden bereits bei mittlerem Seegang ausgeklappt.
Stampfen
ist die Bewegung eines Schiffs um seine Querachse vom Bug zum Heck.
Steuerbord
ist die rechte Seite eines Schiffs in Fahrtrichtung.
Steven
ist der vordere bzw. hintere Abschluss eines Schiffes. Die vordere Verlängerung nennt man Vorsteven oder Vordersteven, die hintere Achternsteven oder Hintersteven.
Steward
ist ein Kellner im Gastronomie- und Restaurantbereich oder der Kabinensteward für die Kabine.
Tagesprogramm
Abends finden Sie in Ihrer Kabine das Tagesprogramm für den nächsten Tag vor. Hier wird z.B. der nächste Zielhafen beschrieben (nebst möglichen Landausflügen). Außerdem Sonnenauf- bzw. untergangszeiten, Wettervorhersage, Unterhaltungsprogramm und Shows sowie Kleidungsempfehlungen.
Tender
ist das Beiboot eines Mutterschiffs. Mit Tendern (Motorboote) werden Passagiere und Besatzung zwischen Schiff und Festland transportiert, wenn das Schiff auf Reede liegt.
Tide
sind die Gezeiten, also der durch die Gravitation des Mondes verursachte Zyklus von Ebbe (fallendes Wasser) und Flut (steigendes Wasser).
Tonne
ist das Raummaß für Schiffe, eine Registertonne = 2,83 cbm.
Topp
ist das oberste Ende (zum Beispiel eines Mastes).
Trosse
ist ein schweres Tauwerk, mit dem Schiffe an der Pier oder Pfählen befestigt werden.
TS
Bezeichnung für Schiffe, die durch Turbinen angetrieben werden (TS = Turbinenschiff). Ist sehr oft dem Schiffsnamen vorgestellt (z.B. TS Maxim Gorki). Im Gegensatz dazu das Motorschiff (MS).
Verholen
Beim Verholen wird ein Schiff über kurze Entfernung von einem Standort zum nächsten bewegt (meistens im Hafen). Verholen erfolgt entweder mit eigenem Antrieb oder im Schlepp.